TAZ:

Unter den Menschen, die aus muslimischen Ländern nach Deutschland gekommen sind, gibt es viele, die religiös eher ungebunden sind. Die Islamkonferenz, zu welcher der Innenminister jedes Jahr einlädt, trägt dieser Tatsache Rechnung: Die Mehrheit besteht dort aus ausgewählten Einzelpersonen, die vom Minister persönlich geladen werden. Die Vertreter der großen Islamverbände stellen nur eine Minderheit.

Den Teilnehmern der „kritischen Islamkonferenz“, die sich am Wochenende in Berlin trafen, geht selbst das schon zu weit. Sie stört, dass das deutsche Grundgesetz den Religionsgemeinschaften zahlreiche Privilegien zugesteht, die auch den konservativen Islamverbänden zugute kommen.

Statt aber die deutsche Verfassung infrage zu stellen, konzentrieren sie sich lieber darauf, den Konservatismus dieser Islamverbände zu kritisieren. Das ist viel einfacher, denn darüber lässt sich schnell Einigkeit erzielen.


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